Donnerstag, 18. April 2013

Hallo... jemand da, die Zusammenfassung meiner Zeit in Australien


Hallo liebe treuen Blogverfolger...

ja ich weiss... der Blog ist definitiv eingestaubt... aber jetzt gehts rund.
Bereit?
Zeit?
Wie viele von euch bestimmt schon gehört haben, Internet in Australien, Sch....eee!
Nicht das es nicht vorhanden wäre, aber für 15 min. 3$ zahlen?
Nööööö nicht mit mir, und so habe ich fleissig Blog geschrieben, aber konnte es leider nicht
hochladen.
Und so sitze ich hier in Bali, mit nem Fruchtshake und lade alle unveröffentliche Blogs hoch.

Also nicht wundern... es beginnt mit meiner Anfangszeit in Lorne, Australien

1.2.2013


Es war nicht alles so wie gedacht… aber Pläne ändern sich ja. Aber trotzdem war nicht alles einfach.

Einfach so wieder raus ausm Munnileben, in dem ich richtig beschäftigt war und viele Freunde um mich herum hatte in ein Leben das ich erst mal kennenlernen musste und ich mal wieder niemand kannte, ausser Brad, zum Glück.

Zum Glück war er da J Hab mich so gefreut ihn am Flughafen stehen zu sehen. Und er ist so süss und versucht mir alles recht zu machen und ich glaub des war net einfach für ihn anfangs.

Anfangs wars (ich schiebs voll aufn Jetlag) komisch, ich war müde und antriebslos, am 2. Tag bin ich bis auf 3 Std. kaum ausm Bett gekommen J und ich war für nix zu haben.

Dann hab ich gleich zu arbeiten angefangen, was gut war. Es ist immer voll was los und man ist immer auf Achse! Allerdings wurden mir Anfangs mehr Stunden versprochen und ich hab mich eher so gefühlt als würde ich darauf warten zur Arbeit zu können! Sorrento ist nicht eine Kleinstadt mit Stadtkern, sondern wirklich nur eine Haupstrasse mit Restaurants, Bars und Geschäften und drumherum sind die Siedlungen, aber wirklich ziemlich weit voneinander entfernt!

Deswegen braucht man erstens eigentlich immer ein Auto und wenn man nicht an der Arbeit ist, ist man zuhause, allein, weil alle anderen die ich kannte waren auch arbeiten, ausser ich so ungefähr.

Naja, des war einfach nicht so meine Welt. Deswegen, gabs ne Entscheidung! Wir gehen nach Lorne.

Und des ist eigentlich der Grund warum wir hier sind. Lorne ist ein kl. Ort direkt an der Great Ocean Road in dem Brad schon mal gearbeitet hat und in dem viele seiner Freunde immer noch/wieder arbeiten. Und auch wenn wir wahrscheinlich nicht mehr Stunden dort arbeiten können, haben wir viel mehr in der Freizeit zu tun als in Sorrento.

Wir wollten zusammen am Montag los, aber es kam mal wieder anders…

Denn Brad sollte noch ne Woche länger in Sorrento bleiben, mich haben sie nicht mehr richtig gebraucht und so bin ich einfach allein los, komisch ich weiss, aber die Entscheidung war eher deswegen weil es für mich wahrscheinlich schwieriger ist nen Job zu finden als fürn Brad als Koch.

Also ab auf die Fähre und per Anhalter nach Lorne!

Zum Glück kannte ich auch schon Leute von früher und ich wurde echt superherzlich aufgenommen. Ein riesen Unterschied!

Erstens ist Lorne kleiner, so wie Munningen J nur mit Meer! Und als ich die Strasse hochlief hab ich gleich mal Pedro getroffen, (in seinem Hostel in Lima hab ich mitgeholfen) und er hat mich durch Lorne geführt. War den ganzen Tag eigentlich nicht allein und kannte schon fast Brads ganzen Freundeskreis nach nem Tag.

Jetzt nur noch Arbeit finden. Gleich am nächsten Tag morgens gings los, Lebenslauf ausgedruckt, kopiert und ab und jedes Geschäft abgeklappert.

Den Satz „yes thanks, we´ll call you“! Hab ich jetzt schon hundertmal gehört und heisst soviel wie eher nicht, aber ich will dir nicht ins Gesicht sagen das wir dich nicht brauchen ;-)

Ja nach ner Zeit geht’s so bischen aufs Selbstwertgefühl und ich wusste ja, ok es kann sein das es schwierig wird so mitten in der Saison Ort und Job wechseln. Aber wenns net passt musst was ändern. Aber doch so schwierig?

Vor allem weil Brad mir versichert hat ,bevor wir kamen und ich so ein bischen verunsichert war ob des so einfach wird mit Job usw, das ich AUF JEDENFALL!!! Nen Job haben werden…

Naja anscheinend hat sich des die letzten 2 Jahre geändert… aber ist so wie es ist.

Bin jetzt jeden Tag in der Stadt unterwegs und versuche jobtechnisch was ausfindig zu machen.

Auch ne Erfahrung wert, Klinkenputzen musste ich wirklich noch nie J. Aber Lorne gefällt mir prima und ich könnte mir so gut vorstellen hier zu arbeiten und ein bischen sowas wie Alltagsleben zu fühlen.

Am Montag hab ich ein Probearbeiten in ner Strandbar und –restaurant und am Dienstag noch in nem anderen Restaurant! Ist nach 2 Tagen doch schon was oder?

Aber wir werden sehen, am Dienstag kommt dann endlich Brad und wir sind wieder vereint.

So des war mal ein ausführliches Update, ja ungewöhnliche 4 Wochen, aber es kommt immer anders als man denkt.

Ansonsten ist Australien wie immer, voller Sonne, voller Meer, voller netter Leute und schweineteuer J Soweit hat sich also nix geändert.

Und an des Wort „Honey“ oder „Darling“ musste ich mich erst mal gewöhnen. Wer einen so nennt???... eigentlich jede Kundschaft die einen anspricht. Das Wort „Bedienung“ oder so gibt’s wohl im australischen Wortschatz nicht. Aber irgendwie süss oder? und herzlich und hilfsbereit sind se wirklich.

... paar Tage später 

Auch wenns im gleichen Blog is… aber juhu!!! Hab nen Job, 2 sogar, wenn man so will sogar 3!

Mit ein bischen Geduld und Hartnäckigkeit, hats dann auch geklappt.

Alles hat sich geändert, Haus, Job, Wohnort!

Aus dem Haus wurde ein Campingplatz! Brad (England) u. ich, Kyle (US), Carlee & Alex (US), und Danny (US) & Silvia (Italien) leben dort mit uns.

Aus der Arbeit in nem Restaurant wurde, ein Job in ner Bäckerei, ein Job in ner Pizzaria und Bedienung für ne Cateringfirma und ein bischen Joga.

Und aus Sorrento wurde Lorne.
 
7.4.2013
Wo ich mich rumgetrieben habe?
Welche Abenteuer ich erlebt habe?
Was fuer neue Erfahrungen ich sammeln konnte?
Man wo fang ich an…
Leider leider, kann ich dieses Mal nicht über Bergueberquerungen, neue Länder oder neue Kulturen berichten… nein dieses Mal gibt’s ne Zusammenfassung meiner letzten Woche in der knochenharten Arbeiterwelt der Backpacker in Australien, genauergesagt Lorne, Great Ocean Rd. Lorne.
Ja so siehts aus, hoert sich ja immer alles ultracool an. Ja wir arbeiten ein bischen und dann geht’s wieder weiter…
So kann man des schon machen, wir wollten aber soviel wie moeglich arbeiten um so schnell wie moeglich wieder Geld zu haben. Und so kams das nach anfaenglichen Schwierigkeiten in Sorrento (wo des mit den Stunden ja nicht so geklappt hat) wir ab nach Lorne sind, fleissig Lebenslaeufe verteilt haben) und nach kurzer Zeit 3 Jobs hatten.
Hab in ner Bäckerei/Cafe vormittags gearbeitet, Abends und am WE in ner urigen Surferpizzeria und manchmal für nen Catererservice auf Hochzeiten bedient hab.
So kam ich auf ca. 60-70 Std. die Woche… da gibt’s kein Wochenende oder Ruhetag, jeder Tag ist gleich. Eher im Gegenteil. Die Wochenenden sind stressiger als alles andere und wenn man mal nen Tag frei hat dann eher Dienstags oder Mittwochs.
Ja und da bin ich doch in ganz neue Welten eingetaucht, von wie trag ich am besten soviel wie moeglich Teller mit Essen ohne des aufm Boden zu verstreuen, bis wie mach ich richtig guten Kaffee (wie funktioniert des mit den Bildern aufm Schaum glei no??) und jaaaa Toilettensaubermachen wenn man Abends des Restaurant schliesst gehoert au dazu.
Viele Dinge die man sich von aussen, also wenn man als Gast im Restaurant sitzt, schoener vorstellt. Sind im Alltag, ganz viel putzen, vorbereiten und auffüllen für den nächsten Tag.
Man läuft sich die Füsse wund, verbrennt sich an heissen Tellern und Tassen und ist an heissen Tagen fast nen Hitzschlag nahe weil man auf ner Sonnenterasse bedient.
Andererseits wird der Wortschatz grösser, lernt viel ueber Service, Essen, Restaurants und hat einen Einblick in ein ganz anderes Berufsfeld.
Leider ist und bleibt Lorne eine Tourismusstadt, die mit der Saison lebt und von den Backpackern.
So richtig Rechte hat man keine und da wird man einfach mal nach Hause geschickt wenn keine Arbeit da ist, oder angerufen wenn es stressig wird, den Dienstplan kriegt man nen Abend vorher und auch wenn einem Vollzeit versprochen wurde und man dann ploetzlich nur 20 Std. arbeitet ist das sein eigenes Problem.
So richtig Verlass ist auf nix und man muss immer am Ball bleiben ansonsten sitzt man plötzlich ohne Arbeit da.
Und des Wunder vom grossen und schnellen Geldverdienen funktioniert nur weil man auch dementsprechend arbeiten muss… mit ner 30 Std./Woche spart man keine 1000 pro Woche…
Und so kams das ich irgendwann 4 Jobs hatte und Kalender führen musste um alles unter zu bringen, an manchen Tagen meine einzige Pause nur die Pause im Auto zum nächsten Job war und ich essenstechnisch immer an der Arbeit gegessen habe.
Hört sich jetzt alles net so toll an, ich weiss, aber auch nur weil ich jetzt hier sitze nach 10 Wochen harter Arbeit ohne richtig Wochenende oder Erholung und jetzt keinen Bock mehr habe ;-)
Es gibt natürlich auch ein ABER!!!
Trotzdem eine gute Zeit gehabt zu haben…
Ja ich weiss viele denken hat die wirklich die ganze Zeit am Campingplatz gelebt? Dann muss ich sagen  jaaaa, aber
 mit 6 Freunden…
Da gabs Kyle, Carlee und Alex aus Michigan
Danny aus Los Angeles
Silvia aus Turin
Und natürlich
Brad und mich J
Zusammen haben wir dann immer irgendwann wenn dann doch mal Feierabend war, gekocht, ein kleines Feierabendbier getrunken oder sind zusammen surfen gegangen!
Und des sind nur ein paar der Leute die ich getroffen habe.
Und als es dann endlich soweit war und wir gesagt haben... nach Ostern ist Schluss, sind die letzten Tage wie im Fluge vergangen.
Und dann hiess es au scho Sachen packen und langsam Tschüßsagen zu vielen Freunden.
Ausserdem noch ein bischen Sightseeing :-) so ganz  kann ich aus meiner Haut doch net raus!
Also hiess es gleich mal nach Torquay wo das Rip Curl Pro Surf Event stattfand und wir das Finale angeschaut haben.
Am nächsten Tag gings weiter die Great Ocean Rd. runter um dann endlich den berühmten 12 Apostel noch nen Besuch abzustatten.
War ein richtig schöner Tag und hat sich nach Urlaub angefühlt.
Am nächsten Tag gings mit vollem Auto ab nach Melbourne mit Stop auf der Post.
Post? Ja abgespeckt haben wir und zwar richtig unser Gepäck besteht jetzt nur aus nem 35 Liter Rucksack und nem Surfboard.
Und so kamen wir in Melbourne bei Simon (Freund aus Lorne) an, 2 Tage Melbourne noch nen Besuch abgestatt und dann hiess es ab...
ins gelobte Land!                      BALI!!!!
und von da schreib ich gerade und von da kommt dann auch der nächste Blog!
Versprochen... dieses Mal mit nicht 2 monatiger Verspätung :-)
 
PS: und hier nochmal herzlichen Glückwunsch an meine frischgebackenen Elternfreunde
Brini & Luggi und Nicki & Andy!
Danke für die Bilder und geniesst diese neue aufregende Zeit!
 

 

Freitag, 11. Januar 2013

Sorrento!!!

so Hallo mal wieder! Hallo aus Sorrento, Victoria, Australien!
Ein bischen was hab ich ja schon geschrieben, aber ich wollte eurer Vorstellungskraft ein bischen nachhelfen und hab ein paar Bilder hochgeladen!
So leb ich gerade...
unser gemeinsame Kueche inkl. Wohn- u. Essbereich
Veranda und Garten!



 Winston, unsere taube Bulldoge!
sieht gefaehrlich aus... is er aber net :-)

und so schauts um uns herum aus.... auf beiden Seiten Meer... da gibts einige Straende zu erkunden!


Cape Schanck!

Sonntag, 30. Dezember 2012

is denn heut scho Weihnachten?


Also ich will echt nicht alt klingen, aber ich muss es los werden...
WIE DIE ZEIT VERGEHT!!!!!

Ich bin doch gerade erst in Frankfurt gelandet und auf der Kirchweih gewesen!
Und noch weiter ausgeholt... es war doch erst der 12.12.11 mein Abreisedatum nach Indien und schon ist auch der 12.12.12 vergangen! Mein 1 jähriges Reisejubiläum :-)

Aber jetzt 2 Monate und ein paar Tage später nach meiner Ankunft, wurde der Rucksack wieder zum Vorschein gebracht, das Zimmer sah aus wie nach nem Wirbelsturm weil alle Reiseutensilien schön säuberlich aufm Boden verteilt sind und die Gedanken haben sich wieder um Flugdaten und Australien gedreht.

Aber die letzten 2 Monate waren genial und auch spannend!
Innerhalb von 2 Wochen war ich wieder angekommen,hab mich sogar wieder richtig ins Berufsleben gestürzt (jajaja ich muss auch mal wieder Geld verdienen) und war auch Freizeittechnisch immer gut beschäftigt.

Hoffe ihr hattet alle wunderschoene Weihnachten und liebe Guesse aus down under!

Ja richtig gehoert bin seit gestern hier in Sorrento, Victoria, Australien und ihr wollt einfach wissen wie :-)  des war schon mal ne Reise dies nur einmal gibt.
Da hat mein Reisepass ganz schoen was zu erzaehlen....

aus der Sicht eines Reisepasses :-):

Echt jetzt muss ich mich mal aufregen, die ganze letzten 3 Monate lieg ich nur in ner Schublade und werd überhaupt nicht angekuckt und aufeinmal ist man wieder mittendrin und wird nicht mehr aus der hand gegeben.
Ständig blättert einer in dir rum, ständig andere Leute die dich betatschen und dich an irgendnem Airport in einem der unbekannten Land mit anderen zusammenschmeissen und sich dann nicht mehr für dich interessieren.
Keiner weiss Bescheid und Zettel stopfen sie auch noch in einen. Frechheit, jeder bewacht dich mit Argusaugen und sobald man mich nicht mehr braucht werd ich von meiner Besitzerin wieder nicht aus der Hand gegeben, kommt mir wirklich so vor als geht dann ohne mich gar nix... und sonst bin ich fast vergessen. Versteh ich gar net ;-)

Also ich machs kurz... mein Reise nach Melbourne

am 27.12. gings los um 4.00 in der früh Richtung Treuchtlingen Flughafen

- 3 Std. Zugfahrt
- 2 Std. warten Flughafen
- 6 Std. Flug n. Kuwait
- 12 Std. Wartezeit (8 Std. Verspätung, inkl. Airporthotel :-)) Kuwait
-7,5 Std. Flug n. Kuala Lumpur
- 2 Std. Kuala Lumpur (hört sich viel an, aber musste Gepäck holen, Stempel, Airport wechseln und
      als ich dann ankam war des Gate schon zu, bin durchgehend am rennen gewesen, bin in die
      Priority Lane und zum Glück haben sie mich noch eingecheckt, wieder rennen rennen rennen, bis
      zum Gate und dann tatsächlich im richtigen Flug zur richtigen Destination gesessen.
- 7,5 Std. Flug nach Melbourne
- 2 Std. Fahrt nach Sorrento (meinem Aufenthaltsraum für die nächsten Wochen :-)

Dementsprächend fertig war ich, heute hab ich einfach nur geschlafen... hoffe das ich morgen soweit aklimatisiert bin... dann kommen mehr Infos und Bilder

lg aus down under Mone




Donnerstag, 6. Dezember 2012

und was kommt dann?


nach ein paar Wochen zurück in der Heimat gibts hier ne Rangliste der am häufigsten gestellten Fragen...

1. wann gehst du dann wieder?
2. wohin gehts und was machst du?
3. und was kommt danach?

Und zu Frage 3:
...wenn ich das wüsste! Aber wenn ich eins gelernt hab des letzte Jahr dann das.... entspannt zu bleiben und zu akzeptieren das man vielleicht nicht weiss wo man in 1 Jahr sein wird.

Die Frage nun, ist das gut oder nicht? Hier streiten sich die Geister und in meiner Zeit hier bin ich doch schon auf Menschen getroffen die meine Vorstellung nicht teilen, was für mich ok ist, mir aber immer wieder die gleichen Fragen vor Augen führt...
Die einen nach einem Lebensplan fragen den man einfach nicht hat.

Was ich dazu sagen kann, dann...

... dass mein letztes Jahr (wie in nem Jahreshoroskop vorausgesagt :-))  war wirklich eines der besten die ich bisher hatte

... es kommt doch eh immer so wie es kommen muss!



Und jetzt mal ein paar Gründe warum man das behütete Zuhause verlässt und auch manche Strapazen in Kauf nimmt...


und heute dreht sich alles um:

     man  IST was man ISST!

     (PS: nicht anschauen wenn man hungrig ist :-))
 
ob Garküche, Strassenküche, Restaurant, selber kochen...
 
hauptsache soviel neues ausprobieren wie nur irgendwie geht :-)
 





 ... also ich würd sagen, schlecht ist es uns net gegangen und auch wenn ich nicht einmal ein vernünftiges Vollkornbrot gefunden hab, aber "verhungert" bin ich wirklich nicht. 
und wirklich jedes Land hat mich immer aufs neue überrascht.
Nicht immer nur spezielle Gerichte sondern einfach nur die Art und Weise zu kochen, zu würzen und zu essen.
Ob schön mit der rechten Hand (linke unterm Tisch) in Indien,  in Peru als ohne Avocado oder Limette nix ging, und Ecuador ohne Brombeeren und Bananen nicht Ecuador gewesen wär, in Kolumbien fanden wir die besten Empanadas aller Zeiten und ganz Südamerika nimmt kein Mittagessen zu sich ohne vorher net ne Suppe mit Hühnerfuss geschlürft zu haben.
Man und hier könnte ich noch stundenlang weitererzählen...
Currys, Fladenbrote ob jetzt Naan oder Pan genannt, Reis, Früchte die ich noch nie zuvor gesehen habe, die verschiedensten Teigtaschen ob fritiert oder gedünstet.... die Liste liese sich endlos fortsetzen!
Ehrlich, ein Land ist nur halb kennengelernt, wenn das Essen nicht ausgiebig erkundet wurde!
Nicht selten muss man im wahrsten Sinne über den "Tellerrand" schauen, sich überwinden, sich eingestehen das es auch woanders eine Küchenkultur gibt und nicht nur zuhause gut gekocht wird.
Und, soweit zumindest meine Erfahrung, meistens wird man belohnt!
Mit glücklichen Gesichtern, wenn man neues gewagt, gegessen und genossen hat.
Essen ist nicht nur Nahrungsmittelaufnahme, Stärkung und Kalorien... nein
es verbindet und ist eine Kontaktaufnahme der ganz besonderen Art.
Wenn zum Beispiel der Chaistand in Indien der Treffpunkt für die Inder ist und Männer von jung bis alt reden, diskutieren, lachen oder in Kolumbien ohne guten Kaffe nix läuft und kleine Verkaufswägen mit Thermoskannen beladen geschäftigen Kolumbianern kleine Kaffees verkaufen.
 
Und zum "goldenen M" kann ja jeder... warum nicht auch mal was neues ausprobieren?
 

Freitag, 2. November 2012

Locallife!

das Ziel eines jeden Reisenden?
Ganz einfach, klar gehoert da vor allem dazu das man viel Natur und Sehenswuerdigkeiten besucht, aber doch der wichtigste Grund ist ein anderer.
Man möchte das Leben der Menschen und wenn möglich noch die Menschen an sich kennenlernen.
Das hab ich (hihi) doch in meiner neuen Station definitiv schon erreicht.
Locallife pur in Munningen!

Jetzt bin ich doch tatsaechlich wieder da und meine letzten Stunden/Tage in Salvador hätten nicht besser sein können.
Hab nochmal, auch wenn nur für ne kurze Zeit, tolle Leute kennengelernt und mich nochmal in ne neue Stadt gestürzt.
Salvador war wunderschön und insgesamt war ich von  Brasilien begeistert... WARUM?
tolle, wunderschöne Strände mit Palmen und auch surfbar ;-), tolle Musik mit Rythmus und v.a. Drums, den Amazonas und Dschungel, Wahnsinnsstädte, nette Menschen und und und.
Nur für die jenigen die noch ein potentielles Reiseziel für 2012 suchen :-)

Aber nach 2 Tagen Sightseeing und Souvenirshoppen gings dann mit meinem treuen Begleiter meinem Rucksack Richtung Flughafen Salvador.
Und plötzlich wars ein komisches Gefühl, plötzlich und nach 10 Monaten auf Achse, sollte es plötzlich heimgehen?
Ich weiss, ich weiss, ich wollte heim und hatte mir meinen Flug und das Datum selbst gewählt. Doch plötzlich merkt man wie ein Riesenabschnitt zu Ende geht und es kein zurück mehr gibt.
Alles verlieft problemlos (bis auf ein kotzendes Kind im Flugzeug neber mir) und wie wahrscheinlich die meisten mittlerweile schon wissen bin ich gesund und munter in Munningen angekommen.

Freu mich das uebrigens doch soviele immer wieder mal auf meinen Blog geschaut haben und deswegen gehts auch weiter hier.
Klar musste ich mich wieder eingewöhnen und an manche Dinge wieder mich gewöhnen.

1. ganz klar, ist mir schon am Frankfurter Flughafen aufgefallen... das Klopapier kommt nicht mehr in den Abfalleimer.
2. es gibt wieder Klopapier
3. Reis ist nicht mehr Tagesgericht Nummer 1 und der Kartoffelsalat hat wieder Einzug gehalten
4. getanzt, geredet, gefeiert, gelebt wird wieder anders.

Anders vielleicht aber andererseits die Lebensweise bleibt die gleiche.
Man arbeitet, hat Familie,hat Häuser/Wohnungen, hat Freunde, lacht ueber Witze und hat die gleichen Sorgen, egal ob in ner Luxusvilla in Südamerika oder ner Slumhütte in Indien...

Aber egal wie viele schöne Orte und Plätze man gesehen hat...
daheim is doch daheim :-)

Und vor allem wenn dann noch die Kirchweih ansteht. Und die war, wie schon vorauszusehen, mal wieder der Hammer. Da treffen sich die oberen 800 von Munni und auch noch ein paar auswärtige verlaufen sich manchmal ins Schützenhaus...
Endlich wieder deutsch und munningerisch reden (au wenn Englisch gut geklappt hat), net des Bier aus ner 625 ml Flasche trinken müssen (weils halt billiger war) und mal wieder vernünftige Klare trinken, deren Namen man auch dann noch aussprechen kann wenn man schon ein paar intus hat!
Da merkt man wieder erst was man vermisst hat.
Obwohl, wenn man es sich genau überlegt, soviel anders wars gar net. Oder warum denk ich mir auf dem Markt hochoben in den Anden in Ecuador, mei sen die eklig... die essen Schweinsfüsse und -Ohren und dann lauf ich an der Küche im Schützenhaus vorbei und seh die abgekochten Schweinsfüsse in nem Eimer?
Und je mehr ich drüber nachdenk umso ähnlicher werden sich viele Länder/Völker.

Wenngleich ich eins nicht ganz geschnallt habe und des war in meiner vorletzten Woche in Brasilia...
Ich war mit Daniela, Fips´Mitbewohnerin, am Sonntagnachmittag auf ner Party mit Salsa und Samba und ich wie aus dem nichts an Indien denken musste...
Und da stand ich inmitten von den ganzen Mädels mit ihren Hotpants und wirklich mehr wie knappen Outfits die getanzt haben, als wollten sie dem Dollhouse Konkurrenz machen und ich denk nur...
mei wenn des die Inder sehen würden :-)
Und so kams doch noch zu nem kleinen Kulturschock! Ich in Indien mit langer Hose, weitem T-shirt und Schaal unterwegs und in Brasilien da reicht auch mal ein breiter Gürtel als Rock... wie gut das manche Länder so weit voneinander entfernt sind.

Aber zurück zu Munningen, jetzt bleib mer erst mal bis Weihnachten zuhause und da ich ja jetzt mehr "Zeit" habe ;-) werd ich den Blog trotzdem weiterschreiben und werd euch einfach mit meinen schönsten Reisebilder und Anekdoten beglücken :-)
Also wenn ihr Lust hab schaut einfach weiter rein!









 

Sonntag, 14. Oktober 2012

Salvador!

So dala und schon ist meine Zeit mit dem Fipsi wieder vorbei...
1 Woche in der mer Brasilia angeschaut haben, Spaetzle gekocht, ne brasilianische Jamsession eingelegt haben; ich mit ein paar brasilianischen Braeuten schoen am abdancenln war und die Uni besucht habe :-)
Und dann hiess es ab in den 24 Stundenbus nach Salvador.
War soweit alles ok bis auf das es sch...kalt war! draussen 30 Grad im Schatten und drinnen mussten sie nen Wintereinbruch im Sommer simulieren. Mei war ich sauer und am schluss mit Struempfen, Langarmshirt, Jacke, Schaal und Sarong als Decke dagesessen. Aber fuer die ist des endcool, wenn da AC laeuft!
War ich froh als ich angekommen bin...
Lustig wars nur als mich ein Brasilianer beim Essen zugequatscht hat auch noch als er wusste das ich wirklich 0,000 verstehe und ich mich versucht habe ohne portugiesisch vom Busbahnhof in Salvador bis zur Faehre durchzukaempfen...
Irgendwann war ich doch tatsaechlich auf der Itaparica! Nochmal 2 Strandtage einlegen dacht ich mir und die Itaparica ist ne Insel 10 km vor Salvador mit wunderschoenen Straenden, Blick auf Salvador und  mit nem kleinen alten Fort noch aus Kolonialzeiten ...
Irgendwann gings mit Faehre wieder zurueck und ich hab mich in der Altstadt auf Hostelsuche gemacht, eins gefunden damit auch die Christa, Schweizerin(schon zum 14x in Salvador) und somit quasi  auch meine exklusive Fremdenfuehrerin...

Aber bevor ich euch weiter von Salvador erzaehle gibts mal ne kleine Zwischenbilanz!

Ihr habt viel gelesen von mir, aber jetzt gibts Zahlen und Fakten denn am 12.10.2012 warens doch tatsaechlich auf den Tag genau 10 Monate das ich mit Stefan Richtung Indien abgehoben bin.

und seitdem hab ich mit...

17  FLUEGEN (Zwischenstopps miteingerechnet)
6    ZUEGEN
23  BUSFAHRTEN (also damit mein ich richtig lange z.B. Uebernacht usw.)
2    MONATE im VW Van unterwegs
1    MONAT mit nem Roller auf Bali mobil

unzaehligen Taxis, Busse, Collectivos, Rikschas, Fahrrad und zu Fuss.... tausende an Kilometern zurueckgelegt.


war in  7 verschiedenen LAENDERN und unterdessen....
4  WOCHEN im Ashram
4  WOCHEN volunteering im House Project in Lima
und in 33 verschiedenen Hostels

ist ja einfach denkt ihr, von Hostel zu Hostel :-)  schoen waers. Die Naechte waren nicht immer gleich uns so kams das ich in den verschiedensten Plaetzen und Orten die Naechte verbracht habe...

nur ein paar Beispiele:

im Zelt, Haengematte, im Van, Flugzeug und den verschiedensten Bussen (liegend wie sitzend:-(  )
in der Wueste, unter freiem Himmel, im Ashram, in nem Dorf im Dschungel aufm Huettenboden, auf 4500 m Hoehe und Eiseskaelte, in der Palmenhuette, in ner Villa auf Bali, auf ner Sandduene im Zelt, an der Strassenseite oder an diversen Tankstellen, auf nem Boot, am Strand, bei Einheimischen im Garten, und jetzt kommts... mein absolutes Highlight in der Polizeistation... allerdings als Gast und nicht hinter Gittern :-)

ich hatte 2 HAUSTIERE und 2 SURFBRETTER

das schwierigste was ich auf meiner Reise tun musste war:

mich von Alaska verabschieden, um 4 Uhr morgens den La Thorong Pass ueberqueren und dabei 1000 Hoehenmeter hintermich bringen, meine Pruefung zum Yogalehrer, und...
nachts in der Dunkelheit in nem fahrenden Bus auf Toilette gehen :-)

 noch andere Anekdoten...

...   hab in jedem Land in SA in dem ich war ne Autowerkstatt von innen gesehen
    und somit auch diverse Pannen, und 1 geplatzen Reifen miterlebt
... meine schlimmste Busfahrt war die von Varanasi, India  -  Kathmandu, Nepal (eng, laut und          ewig laaang)
... betrunkene indische Rikschafahrer an Holi, inklusive Busengrapscher
... 2 Tage Durchfall

aber...
0x  beraut
0x  uebefallen
0x  Pfefferspray benutzt
0x  Unfaelle

die verruecktesten Dinge die ich getan habe:

auf jedenfall Dancemeditation, Bungee jumping, Brasilien ohne portugiesisch,  Sandboarding, Rafting, Rivertubing aufm Rio Napo, baden im ar....kalten Kratersee, unter nem aktiven Vulkan geschlafen, Ziplining, 120 km Anna Purna Curcuit (gelaufen) Downhillbiken,
um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.... gibt natuerlich noch vieles mehr

um gleich anzuschliessen mit den schoensten Momenten die mir spontan einfallen:

alles.... :-) die Welt gesehen und Dinge erlebt die ich mir nie haette ertraeumen koennen...
das Taj Mahal, den Himalaya und die Anden, den Amazonas, Machu Picchu und und und
aber auch kleine Momente wie Sonnenaufgang im Ashram waren unvergesslich, Tharwueste, Amelies Taufe, der LaThorong Pass oder Sonnenuntergang aufm Surfbrett in Bali.... und und und...


Meine Liste an Lieblingsessen wurde auch um einiges bereichert und aus jedem Land hab ich was mitgenommen:

Chai, Naan und Curry aus Indien,
Dumplings in Nepal,
der schon seit letztem Jahr geliebte Nasi Jampur, Mangosteen und Snakeskin (Fruechte) aus Bali
Ceviche aus Peru und Chirimoya in Ecuador und Empanadas fuer ganz Suedamerika.
Acei und Acarajei kamen jetzt in Brasilien noch hinzu...
Also geschmeckt hats und net wundern wenn`s heisst... aber abgenommen hast net oder ;-)

Diverse Biere probiert und gestern mir noch nen wunderbaren orginiallen brasilianischen Caipi gegoennt... ah und die diversen Pisco Sours net zu vergessen!


ja und jetzt sollte ich euch wohl mein naechstes Ziel verraten was...  ok dieses Mal heisst es


MONE  GOES.............................. MUNNINGEN!!



hihi, hoffe Ueberraschung ist geglueckt :-) in dem Moment wo ihr des lest sitz ich gerade im Flugzeug nach Hause oder bin es vielleicht schon!
Ich kann gar net glauben das diese Reise jetzt zuende geht und jetzt die letzten Tage kommt mir erst was in dem Jahr alles passiert ist!
Habe so viele neue und interessante Leute auf meiner Reise kennengelernt, neue Freunde gefunden und mit noch vielen vielen mehr zusammen unterwegs gewesen.
Aber jetzt freu ich  mich auf altbekannte Freunde und Familie zuhause!
Heisst aber nicht das dieser Blog jetzt zuende geht... denn wer weiss wann es wieder heisst

MONE  goes... ????

Und jetzt wuerd ich sagen... man sieht sich auf der Kirbi!


Samstag, 6. Oktober 2012

2 Munninger in Brasilia!

Ok bevor ich euch die Abenteuer meines Brasiliaaufenthalts naeher bringe...
Ich kanns euch einfach nicht  vorenthalten und ich hoffe ihr seid genauso fasziniert von den Fakten wie ich es war.

Der Amazonas.....
 


 Offiziel ist er zwar "nur" der zweitlaengste" Fluss nach dem Nil mit 6400 km aber hat, und des mit Abstand, den groessten Wasserfluss als die naechsten sieben groessten Fluesse zusammen!
In Brasilien heisst er Rio Solimoes bis er in Manaus mit dem Rio Negro zusammenfliesst!
Mit 7 050 000 km² hat er das groesste Einzugsgebiet der Welt und ist zwischen 1,6 und 10 km weit!
In der Regenzeit kann er sogar bis zu 48 km weit werden!
Ausserdem fliesst er nicht nur in Brasilien sondern auch in Kolumbien, Peru und Ecuador und entspringt in den Anden.
Der Amazonas tritt in den Atlantik auf einer Breite von 240 km ein.
Mehr als ein Drittel aller Tierarten der Welt leben im Regenwald des Amazonas der mehr als 5 400 000 km² bedeckt und somit der reichste Regenwalt (Tierarten) der Welt ist.
2100 verschiedene Fischarten sind bisher im Amazonas gesichtet worden und es werden jaehrlich mehr entdeckt!!!
Wahnsinn oder? so ein unglaublich grosser und langer Fluss!
Und getoppt wurde des noch als ich nach ein paar Tagen in Manaus mit dem Flugzeug abgehoben bin.
Kuck runter und anstatt einen grossen Fluss zu sehen, seh ich die ersten 30 Minuten nichts als gruener Regenwald mit unendlich vielen Flussarmen, Inseln, Flussbiegungen und und und...
Manaus ist uebrigens ein wichtiger Hafen und man sieht riesige Tankerschiffe ueberall und des 1500 km vom Atlantik entfernt!
Meine Tage in Manaus waren unerwartet (hab ich schon erwaehnt das ich kein portugiesisch spreche) schoen und aufregend und wir haben das Teatro Amazonica und die Stadt mit ihren Maerkten und Parks angeschaut.
Hab mich durch des Bussystem gekaempft um dann schliesslich am 1.10. puenktlich um 12.30 Uhr am Flughafen zu sein.
Nur noch ein paar Stunden von Brasilia und  vom Fipsi entfernt.
War super gespannt wie es ihm dort ergeht und wie sein Leben dort ist.
Wurde dann von ihm und seinem Kumpel Tiago am Flughafen Brasilia mit nem Oettinger Bier abgeholt und es ging ab nach Hause.
Und so verbringe ich jetzt hier ca. 6 Tage und folge ihm einfach ueber all hin. Haben ne riesen Sightseeingtour gemacht und am meisten hat mir die Kirche Dom Bosco gefallen...
 
 Auch der Rest war interessant... wenn man sich vorstellt das Brasilia ca. 2,2 Millionen Einwohner hat und aber erst letztes Jahr seinen 50 Geburtstag gefeiert hat!
Die Stadt ist quasi in 5 Jahren aus dem Boden gestampft worden und sieht dementsprechend modern und futurisisch aus (zumindest der Regierungsbezirk)

 

Ausserdem hab ich noch eine Erfahrung der ganz anderen Art gemacht...
Studentin in ner brasilianischen Universitaet :-)   Hab doch tatsaechlich die Schulbank gedrueckt mit meinem Fipsi als Lehrer! Mal was anderes aber supernette Leute kennengelernt und hatte die Moeglichkeit sich mit denen ein bischen auf Englisch als immer nur auf gebrochenem portugiesisch zu unterhalten.
Ausserdem hab ich noch ein Ziel (nicht gewollt aber trotzdem) errreicht!
Habs doch geschafft in allen 4 suedamerikanischen Laendern die ich bisher bereist habe ne Autowerkstatt von innen zu sehen (wir hatten ein Problem mit dem Gas von der Fusca)! Juhu, soooo stolz auf mich:-)

Verbringe noch 2 Tage hier und heute kommt des absolute Highlight... Spaetzleessen und Biertrinken fuer Fips` Freunde!
Muss mich jetzt dann au ans kochen machen... bis es dann am Montag dann weitergeht nach SALVADOR!
hasta Salvador :-)